Eigenprojekt · 2026
Homelab-Infrastruktur
Drei Proxmox-Knoten, Container und Dienste hinter einem Reverse Proxy, interne Namensauflösung, Sicherung und Überwachung: die Umgebung, auf der ich das übe, was später bei Kunden läuft.
Aufbau und Betrieb
Womit es gebaut ist
Proxmox VE · LXC · Docker · Reverse Proxy · Uptime-Überwachung
Das Problem
Wer Systeme für andere betreibt, braucht einen Ort zum Üben, an dem ein Fehler nichts kostet außer dem eigenen Abend. Verteilte Dienste bringen dabei dieselben Fragen mit wie beim Kunden: Wie kommt ein Dienst zu einem Namen, wer erneuert die Zertifikate, was passiert beim Stromausfall, und woran merke ich überhaupt, dass etwas steht?
Die Lösung
Drei Proxmox-Knoten tragen Container und virtuelle Maschinen, getrennt nach Aufgabe statt nach Zufall. Der Zugang läuft über einen Reverse Proxy, der als einziger Dienst nach außen sichtbar ist und die Zertifikate zentral erneuert. Namen werden intern aufgelöst, sodass Dienste unter sprechenden Adressen erreichbar sind, ohne im öffentlichen DNS zu stehen. Gesichert wird planmäßig auf einen getrennten Speicher, überwacht wird von außen. Ein Ausfall meldet sich, statt entdeckt zu werden.
Das Ergebnis
- Dienste laufen unter sprechenden internen Namen statt unter IP-Adressen und Portnummern.
- Zertifikate erneuern sich zentral, ohne Eingriff je Dienst.
- Sicherungen laufen planmäßig auf getrennten Speicher und werden zurückgespielt, nicht nur angelegt.
- Ausfälle melden sich über eine externe Überwachung, statt beim nächsten Zugriff aufzufallen.
Warum eine eigene Umgebung
Betreuung heißt, Systeme am Laufen zu halten, nicht nur aufzusetzen. Das lernt man dort, wo etwas kaputtgehen darf. Jeder Handgriff, der bei einem Auftrag ansteht, also Reverse Proxy, Zertifikate, Sicherung und Überwachung, ist hier vorher mindestens einmal schiefgegangen und danach erklärbar geworden.
Wie sie aufgebaut ist
Getrennt nach Aufgabe: ein Knoten für Medien und Dauerlast, einer für Entwicklung und kurzlebige Container, einer für virtuelle Maschinen. Nach außen sichtbar ist allein der Reverse Proxy. Innen sorgt die Namensauflösung dafür, dass Dienste unter lesbaren Adressen erreichbar sind, ohne dass diese Namen öffentlich auflösbar wären.
Was ich daraus mitnehme
Eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist keine Sicherung. Eine Überwachung, die auf demselben Knoten läuft wie der überwachte Dienst, schweigt genau dann, wenn es darauf ankäme. Beides sind Sätze, die man erst glaubt, nachdem sie einen einmal getroffen haben, und beides steht deshalb in jedem Betreuungsangebot, das ich schreibe.