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Was gemessen wird

Warum Ihre Website in ChatGPT nicht vorkommt

Was KI-Antwortsysteme brauchen, um eine Seite zu zitieren, und was ich auf dieser Website konkret dafür eingebaut habe.

Veröffentlicht am Aktualisiert am 8 Minuten Lesezeit

Warum taucht meine Website in ChatGPT nicht auf?

Meist aus einem von drei Gründen: Der Crawler darf nicht, er findet nichts Zitierfähiges, oder er versteht die Seite nicht ohne JavaScript. Alle drei sind technischer Natur und in wenigen Stunden zu beheben, was die Sache angenehm macht, weil klassische Sichtbarkeit in Suchmaschinen deutlich länger dauert.

Der Hintergrund ist eine Verschiebung, die sich in Zahlen fassen lässt: KI-Übersichten erscheinen inzwischen bei etwa 47 bis 64 Prozent aller Suchanfragen, und dort, wo sie erscheinen, sinkt die Klickrate auf das erste organische Ergebnis um bis zu 58 Prozent. Platz eins allein ist damit kein Ziel mehr, sondern nur noch eine von mehreren Oberflächen.

Welche Crawler müssen Sie erlauben?

Fünf, und sie werden von der pauschalen Freigabe in der robots.txt nicht automatisch erfasst: OAI-SearchBot für die Suche von OpenAI, PerplexityBot, ClaudeBot, GPTBot und Google-Extended. Viele Sicherheitseinstellungen und einige Hosting-Pakete blockieren sie standardmäßig, teils über ein Bot-Management auf Serverebene, das gar nicht in der robots.txt sichtbar wird.

In meiner robots.txt steht jeder dieser fünf Namen ausdrücklich mit eigener Freigabe. Bei GPTBot und Google-Extended ist das eine echte Abwägung, weil beide auch die Verwendung als Trainingsmaterial steuern. Für einen neuen Anbieter ohne Bekanntheit überwiegt die Sichtbarkeit; wer eine geschützte Wissenssammlung betreibt, entscheidet anders. Wichtig ist, dass es eine Entscheidung ist und kein Zufallsergebnis der Hosting-Voreinstellung.

Warum braucht es überhaupt statisches HTML?

Weil KI-Crawler in aller Regel kein JavaScript ausführen. Eine Seite, deren Inhalt erst im Browser zusammengebaut wird, erreicht diese Systeme als weitgehend leeres Gerüst. Der klassische Google-Bot rendert inzwischen JavaScript, die Antwortsysteme tun das nur eingeschränkt oder gar nicht.

Diese Website liefert deshalb jede Seite als fertiges HTML aus. Das ist keine Ideologie, sondern eine Anforderung: Was im Quelltext nicht steht, kann nicht zitiert werden. Prüfen können Sie das an Ihrer eigenen Seite in zehn Sekunden: Quelltext anzeigen und nach einem Absatz suchen, den Sie im Browser sehen. Findet die Suche ihn nicht, sehen die Antwortsysteme ihn auch nicht.

Was ist eine llms.txt und bringt sie etwas?

Eine kurze Übersichtsdatei im Wurzelverzeichnis, die einem Sprachmodell in Klartext sagt, worum es auf der Seite geht. Sie ist kein offizieller Standard und wird nicht garantiert ausgewertet: Der Aufwand liegt aber bei einer halben Stunde, und der Nutzen bei korrekt zugeordneten Fakten.

Meine llms.txt nennt das Unternehmen, den Standort, die GISA-Zahl, die sieben Leistungen samt Ab-Preis und die fünf Branchenseiten, jeweils mit dem Pfad zur ausführlichen Seite. Wenn ein Modell diese Datei liest, hat es die Preise ohne Umweg über eine Tabelle im Seitenlayout. Behandeln Sie sie als Ergänzung, nicht als Ersatz für saubere Seiteninhalte.

Welche strukturierten Daten zählen wirklich?

Die, die eine Entität eindeutig machen: das Unternehmen, die Person dahinter, die einzelne Leistung mit Preis. Schema.org als JSON-LD ist 2026 nicht mehr nur Rich-Snippet-Kosmetik, sondern eine der Grundlagen dafür, dass ein Antwortsystem eine Quelle überhaupt auswählt und benennt.

Auf dieser Website laufen sechs Typen: ProfessionalService für die Firma mit Adresse, Telefonnummer und GISA-Zahl, Service mit Offer auf jeder Leistungsseite, Person für den Autor, FAQPage bei den Fragenblöcken, BreadcrumbList auf jeder Unterseite und BlogPosting auf jedem Artikel. Wichtig ist die Verknüpfung: Der Artikel verweist auf dieselbe Person-Entität wie die Seite „Über mich”, und die verweist auf dieselbe Firmen-Entität wie die Startseite. Drei isolierte Schema-Blöcke ergeben kein Bild, drei verknüpfte schon.

Was ist die Direct-Answer-Regel?

Der erste Satz nach einer Überschrift beantwortet die Überschrift wörtlich und vollständig. Damit kann ein Antwortsystem den Absatz als geschlossene Antwort übernehmen, ohne den Rest des Artikels zu verstehen. Sie lesen die Regel gerade in Anwendung: Jede H2 in diesem Text ist eine Frage, und darunter steht zuerst die Antwort, dann die Begründung.

Bei mir ist das kein Vorsatz, sondern ein Test. Der Redaktionstest dieses Blogs prüft für jeden Artikel, ob unter jeder H2 ein vollständiger Antwortsatz steht, ob mindestens eine eigene Zahl im Frontmatter hinterlegt ist und ob mindestens zwei Quellen mit gültiger Adresse angegeben sind. Fällt einer dieser Punkte durch, schlägt der Testlauf fehl und der Artikel geht nicht online. Das klingt streng und ist es auch: Genau deshalb funktioniert es.

Warum reicht es nicht, viele Artikel zu schreiben?

Weil Vollständigkeit zu einem Thema stärker wirkt als Menge über viele Themen. Auswertungen zur Zitierhäufigkeit zeigen, dass Inhalte mit hoher thematischer Abdeckung deutlich häufiger als Quelle herangezogen werden. Fünf tiefe Artikel zu einem Feld schlagen zwanzig oberflächliche zu zwanzig Feldern.

Dazu kommt die Gegenrichtung: Googles Core-Update im März 2026 hat massenhaft erzeugte Seiten ohne eigenen Wert getroffen, mit Traffic-Verlusten von 50 bis 80 Prozent innerhalb von zwei Wochen. Maßstab ist nicht die Herstellungsmethode, sondern das Ergebnis. Was das für generierte Texte bedeutet, steht in Website vom Entwickler statt nur aus ChatGPT.

Wie messen Sie, ob es wirkt?

Indem Sie die Antwortsysteme selbst befragen und die Ergebnisse mitschreiben. Stellen Sie zehn Fragen, bei denen Ihr Betrieb eine gute Antwort wäre, etwa „Wer baut barrierefreie Buchungsstrecken in Kärnten?“, und notieren Sie, wer genannt wird. Wiederholen Sie das monatlich mit denselben Fragen. Das ist unelegant und derzeit die belastbarste verfügbare Messung.

Ergänzend hilft ein Blick in die Server-Protokolle: Ob OAI-SearchBot, PerplexityBot, GPTBot und ClaudeBot Ihre Seiten tatsächlich abrufen, steht dort schwarz auf weiß. Ein Crawler, der nie vorbeikommt, kann nichts zitieren, und das ist ein anderes Problem als eines mit dem Inhalt.

Was tun Sie zuerst?

Die technischen Punkte, weil sie in einem halben Tag erledigt sind: Crawler freigeben, prüfen, ob der Inhalt ohne JavaScript im Quelltext steht, strukturierte Daten für Firma und Leistungen ergänzen, llms.txt anlegen. Danach kommt die inhaltliche Arbeit, und die dauert Monate.

Wenn Sie wissen wollen, wo Ihre Seite technisch steht, prüft der Website-Check unter anderem, ob strukturierte Daten hinterlegt sind, ob eine kanonische Adresse gesetzt ist und ob Titel und Beschreibung brauchbar sind. Für die Umsetzung samt Schema und Direct-Answer-Struktur ist die Seite Websites der richtige Einstieg.

Eigene Zahlen in diesem Artikel

  • Eigene Umsetzung: robots.txt nennt fünf KI-Crawler ausdrücklich, llms.txt listet sieben Leistungen mit Ab-Preis und fünf Branchenseiten
  • Sechs Schema-Typen im Einsatz: ProfessionalService, Service, Person, FAQPage, BreadcrumbList, BlogPosting
  • Die Direct-Answer-Regel ist bei mir ein automatischer Test: Jeder Artikel muss unter jeder H2 mit einem vollständigen Antwortsatz beginnen, sonst schlägt der Testlauf fehl

Quellen

Weiterlesen

Geschrieben von Raphael Bleier

Einzelunternehmer in Klagenfurt am Wörthersee, GISA-Zahl 40048086. Wie ich arbeite