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Was gemessen wird

Website, Baukasten oder Agentur für Kärntner KMU

Ein ehrlicher Vergleich der drei Wege mit den Kosten über drei Jahre, den Grenzen jedes Wegs und der Antwort, wann ein Baukasten wirklich reicht.

Veröffentlicht am Aktualisiert am 9 Minuten Lesezeit

Illustration: links ein dichtes, gleichmäßiges Raster, rechts ein lockeres Raster mit einem Feld in Messgrün, Sinnbild für Vorlage gegen Handarbeit.

Was passt für einen Kärntner Kleinbetrieb: Baukasten, Entwickler oder Agentur?

Für einen Ein-Personen-Betrieb mit einer Seite und wenig Änderungsbedarf reicht ein Baukasten meist aus; sobald Termine, Anfragen oder ein Warensystem angebunden werden sollen, ist ein Entwickler günstiger als der Umweg; eine größere Agentur lohnt sich, sobald Kampagnen, Fotoproduktion und laufende Redaktion dazukommen. Dieser Artikel rechnet die drei Wege über drei Jahre durch, mit meinen eigenen Preisen und dem Kärntner Marktkorridor aus einer eigenen Erhebung von 24 Anbietern.

Der Vergleich ist absichtlich unbequem: Er sagt auch, wann Sie mich nicht brauchen. Wer eine Visitenkarte im Netz will, damit die Nummer auffindbar ist, gibt für einen gebauten Auftritt Geld aus, das an anderer Stelle mehr bringt.

Was kostet welcher Weg über drei Jahre?

Zwischen rund 900 und gut 8.000 €, und die Spanne entsteht fast vollständig aus dem laufenden Anteil, nicht aus dem Anfangspreis. Gerechnet wird jeweils einmaliger Betrag plus 36 Monate laufende Kosten, ohne Rabatte und ohne angenommene Mehrumsätze.

Weg Einmalig Im Monat Nach drei Jahren
Baukasten, selbst eingerichtet 0 € rund 25 € für Tarif und Domain rund 900 €
Landingpage vom Entwickler, mit Betreuung 890 € 49 € 2.654 €
Firmenwebsite vom Entwickler, mit Betreuung 2.400 € 49 € 4.164 €
Kärntner Agenturkorridor 2.200 bis 4.500 € 30 bis 100 € 3.280 bis 8.100 €

Der einmalige Betrag beim Baukasten steht auf null, weil Sie die Arbeit selbst machen. Das ist die Zahl, die in jedem Baukastenvergleich fehlt: Ein brauchbarer eigener Auftritt kostet an Texten, Fotos, Struktur und Feinarbeit erfahrungsgemäß zwei bis vier volle Arbeitstage, und zwar Ihre. Der monatliche Ansatz von 25 € ist eine Rechenannahme aus mittleren Tarifen samt Domain, kein Angebot eines bestimmten Anbieters; die Marktkorridore für laufende Kosten stammen aus den unten verlinkten Preisvergleichen und decken sich mit dem einzigen veröffentlichten Kärntner Betreuungspreis aus meiner eigenen Erhebung.

Wann reicht ein Baukasten wirklich?

Wenn die Website ein Aushang ist und kein Werkzeug. Konkret: eine bis fünf Seiten, ein Kontaktformular, Öffnungszeiten, Anfahrt, ein paar Fotos, keine Anbindung an ein anderes System, kein Shop, keine Terminbuchung, keine zweite Sprache. Dazu die Bereitschaft, Inhalte selbst zu pflegen, und die Gelassenheit, mit einer Vorlage zu leben, die auch andere verwenden.

Für diesen Fall ist ein Baukasten nicht der Kompromiss, sondern der richtige Weg. Er ist am selben Tag fertig, kostet wenig und lässt sich jederzeit stehen lassen. Wer stattdessen eine gebaute Website kauft und danach nichts damit tut, bezahlt für Möglichkeiten, die niemand nutzt.

Wo hört der Baukasten auf?

An vier Stellen, und zwar meistens später, als man denkt. Erstens bei der Geschwindigkeit: Vorlagen bringen Skripte mit, die niemand braucht, und das zeigt sich auf Mobilfunk. Zweitens bei der Barrierefreiheit: Seit dem Barrierefreiheitsgesetz gelten für viele Dienstleistungen im Netz Anforderungen, die eine Vorlage nicht automatisch erfüllt. Drittens bei Anbindungen: Sobald ein Termin-, Waren- oder Kassensystem mitspielen soll, endet der Baukasten bei einem eingebetteten Fremdfenster. Viertens beim Umzug: Inhalte lassen sich meist exportieren, das Aussehen und die Struktur nicht.

Der teuerste Fall ist nicht der Baukasten selbst, sondern der Baukasten, der drei Jahre lang über seine Grenze hinaus benutzt wird. Dann steht am Ende ein Umbau, für den die Inhalte trotzdem neu geschrieben werden müssen, und die 900 € aus der Tabelle kommen zu den Kosten des zweiten Anlaufs dazu.

Was bekommen Sie bei einem Entwickler zusätzlich?

Eine Seite, die für Ihren Ablauf gebaut ist, und eine Person, die dafür geradesteht. Das ist wenig glamourös und macht den Unterschied vor allem an drei Punkten: Die Ladezeit ist eine Vorgabe und kein Zufall, die Barrierefreiheit ist von Anfang an mitgebaut statt nachgerüstet, und eine Anbindung an ein bestehendes System ist eine normale Aufgabe statt eines Sonderfalls.

Dazu kommt die Frage, wem am Ende was gehört. Bei einer gebauten Website liegen Quelltext, Inhalte und Zugänge nach der Übergabe bei Ihnen; Sie können den Betrieb selbst übernehmen oder jemand anderem geben. Bei einem Baukasten mieten Sie eine Plattform, und der Auftritt endet mit dem Abonnement. Welche Umsetzungsvariante innerhalb dieses Wegs die richtige ist, steht im Artikel WordPress oder individuell.

Wann ist eine größere Agentur die richtige Wahl?

Sobald mehr als die Website gebraucht wird. Eine Agentur bringt Fotografie, Text, Kampagnen und laufende Redaktion unter ein Dach; wer regelmäßig wirbt, Materialien in Print und Netz gleichzeitig braucht oder eine Marke aufbaut, ist dort richtig aufgehoben. Der Preis dafür ist eine zusätzliche Schicht zwischen Ihnen und der Umsetzung sowie ein Korridor, der laut meiner Erhebung in Kärnten bei 2.200 bis 4.500 € für eine mehrseitige Website beginnt.

Für einen Betrieb, der genau eine Website braucht und danach zwei Änderungen im Jahr, ist diese Schicht der teuerste Teil des Angebots. Das ist kein Vorwurf an Agenturen, sondern eine Frage der Größe des Vorhabens.

Was übersehen die meisten Vergleiche?

Die eigene Zeit und den zweiten Anlauf. Fast jede Gegenüberstellung im Netz stellt Anfangspreise nebeneinander und lässt offen, wer Texte schreibt, wer Fotos macht, wer Updates einspielt und wer reagiert, wenn die Seite an einem Samstag nicht erreichbar ist. Genau daraus entsteht der Unterschied zwischen 5 und 100 € im Monat, den die Preisvergleiche ausweisen: Reines Hosting heißt, der Server läuft. Betreuung heißt, jemand kümmert sich.

Der zweite blinde Fleck ist die Annahme, eine Entscheidung halte ewig. In der Praxis wechseln Betriebe nach zwei bis vier Jahren, weil sich das Geschäft geändert hat. Wer das einkalkuliert, wählt den Weg, aus dem er wieder herauskommt, und das spricht für Inhalte und Quelltext in eigener Hand.

Wie entscheiden Sie das in zehn Minuten?

Mit drei Fragen, die keine Beratung brauchen. Erstens: Soll die Website etwas tun, oder soll sie etwas zeigen? Zweitens: Gibt es ein zweites System, das mitspielen muss, heute oder in zwei Jahren? Drittens: Wer pflegt die Inhalte, und hat diese Person die Zeit dafür? Zweimal “zeigen, nein, ich selbst” heißt Baukasten. Einmal “tun” oder “zweites System” heißt gebaute Website.

Die vollständigen Preise ohne Rückfrage stehen unter Websites ab 890 € und in der Preisübersicht mit Rechner; wer zuerst den Marktvergleich sehen will, findet ihn im Artikel Was kostet eine Website in Kärnten. Für Betriebe, die eine Anbindung statt einer Vitrine brauchen, ist Softwareentwicklung Klagenfurt der passendere Einstieg.

Eigene Zahlen in diesem Artikel

  • Eigene Preise: Landingpage ab 890 €, mehrseitige Firmenwebsite ab 2.400 €, Betreuung ab 49 € im Monat
  • Eigene Dreijahresrechnung: Baukasten rund 900 €, Landingpage mit Betreuung 2.654 €, Firmenwebsite mit Betreuung 4.164 €, Kärntner Agenturkorridor 3.280 bis 8.100 €
  • Eigene Markterhebung vom 24. August 2026 über 24 Kärntner Anbieter: Preiskorridor 2.200 bis 4.500 € für eine mehrseitige Website

Quellen

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Geschrieben von Raphael Bleier

Einzelunternehmer in Klagenfurt am Wörthersee, GISA-Zahl 40048086. Wie ich arbeite

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