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Was eine Website in Kärnten 2026 kostet

Ich habe 24 Kärntner Anbieter ausgewertet: Nur fünf nennen Preise. Hier stehen die belegten Beträge, der Preiskorridor und meine eigene Kalkulation.

Veröffentlicht am Aktualisiert am 7 Minuten Lesezeit

Was kostet eine Website in Kärnten 2026 wirklich?

Eine mehrseitige Firmenwebsite kostet in Kärnten zwischen 2.200 und 4.500 € netto, eine einseitige Landingpage zwischen 690 und 1.500 €. Diese Spanne stammt nicht aus einem Vergleichsportal, sondern aus einer eigenen Erhebung: Am 24. August 2026 habe ich 24 Anbieterwebsites aus Kärnten abgerufen und ausgewertet, dazu sieben auswärtige Anbieter, die auf Kärntner Suchbegriffe optimieren. Drei Seiten waren technisch nicht erreichbar und fehlen deshalb in der Auswertung.

Der wichtigste Befund hat mit Beträgen zunächst nichts zu tun: Nur fünf der 24 Anbieter nennen überhaupt eine Zahl. Die übrigen 19 arbeiten mit der Formel vom kostenlosen, unverbindlichen Angebot. Wer als Betrieb wissen will, womit zu rechnen ist, muss also erst einmal telefonieren, und genau das ist der Grund, warum dieser Artikel existiert.

Welche Anbieter nennen Zahlen?

Fünf Kärntner Anbieter veröffentlichen Preise, und ihre Angaben decken sich erstaunlich gut. Web Bastler aus Klagenfurt beginnt bei 990 € für einen Onepager, bei 2.200 € für eine mehrseitige Website und bei 3.000 € für einen Shop. Patric Jauker, ebenfalls Klagenfurt, staffelt in drei Pakete: ab 690 € für eine Landingpage, ab 2.500 € für eine Business-Site, ab 3.500 € für zehn Seiten und mehr. Genesis Media aus Gmünd nennt 1.499 € für das Starter-Paket mit fünf Seiten und 3.999 € für das Business-Paket mit CMS und SEO. INKARMA aus Villach setzt bei 2.500 € an, für den ausgebauten KMU-Auftritt bei 4.500 €, für Shop oder Funnel bei 6.900 €.

Ein weiterer Anbieter nennt laufende Kosten statt Projektpreisen: Basic4web aus Köttmannsdorf verlangt ab 29,90 € im Monat für WordPress-Wartung, der einzige veröffentlichte Wartungspreis im gesamten Kärntner Sample. Alle Beträge sind Nettobeträge; bei Anbietern mit Umsatzsteuerpflicht kommen 20 Prozent dazu.

Warum verlangen die anderen 19 keine Preisangabe?

Weil ein individueller Preis fast immer höher liegt als ein veröffentlichter Einstiegspreis. Das ist kein Vorwurf, sondern Kalkulation: Wer keine Zahl nennt, kann den Preis am Budget des Gegenübers ausrichten. Für Sie als Auftraggeber heißt das umgekehrt, dass Sie ohne Vergleichsangebot nicht wissen, ob Sie den Marktpreis oder Ihren persönlichen Höchstpreis bezahlen.

Der zweite Grund ist ehrlicher: Websites sind schwer zu pauschalieren. Ob eine Seite fünf oder fünfzehn Unterseiten hat, ob Texte geliefert werden oder entstehen müssen, ob Fotos existieren: Das verschiebt den Aufwand um den Faktor drei. Genau deshalb nenne ich einen Ab-Preis und sage dazu, was ihn nach oben treibt, statt eine Fixzahl zu behaupten, die dann nicht hält.

Was kostet der Betrieb pro Jahr?

Der laufende Betrieb liegt in Kärnten zwischen 30 und 100 € im Monat, wenn Wartung enthalten ist, und bei etwa 5 bis 20 € im Monat, wenn nur Hosting gemeint ist. Die Domain kostet 12 bis 30 € im Jahr. Diese Referenzwerte stammen aus dem Preisvergleich von gecheckt.at und decken sich mit dem einzigen veröffentlichten Kärntner Wartungspreis.

Der Unterschied zwischen 5 und 100 € im Monat ist keine Marge, sondern Arbeitszeit. Reines Hosting heißt: Der Server läuft. Wartung heißt: Jemand spielt Updates ein, prüft die Sicherung, reagiert auf einen Ausfall. Bei WordPress ist dieser Unterschied entscheidend: Eine ungepflegte Installation ist nach zwölf Monaten ein Sicherheitsproblem. Wie sich das gegen eine gebaute Website rechnet, steht im Artikel WordPress oder individuell.

Wie viel kostet es bei mir?

Meine Preise stehen auf jeder Leistungsseite, ohne Anfrage: eine Website ab 890 €, eine WordPress-Installation ab 1.900 €, ein Online-Shop ab 3.900 € und Betreuung ab 49 € im Monat. Als Kleinunternehmer nach § 6 Abs 1 Z 27 UStG weise ich keine Umsatzsteuer aus, der genannte Betrag ist also der Betrag auf der Rechnung.

Der Einstiegspreis von 890 € liegt unter dem Kärntner Korridor, und dafür gibt es einen nüchternen Grund: Ich baue gerade Referenzen auf, und ein niedriger Einstiegspreis ist dabei das ehrlichere Mittel als ein Rabatt, den niemand sieht. Diese Preisstellung ist eine Aufbauentscheidung, keine Dauerkalkulation. Was den Preis nach oben treibt, sage ich vor dem Auftrag: mehrsprachige Inhalte, Anbindung an ein Buchungs- oder Warensystem, Fotoproduktion, Textarbeit.

Woraus setzt sich der Preis zusammen?

Aus vier Posten, die sich getrennt schätzen lassen: Struktur, Gestaltung, Umsetzung und Inhalt. Struktur bedeutet die Entscheidung, welche Seiten es gibt und wohin sie führen, meist ein halber Tag. Gestaltung heißt Typografie, Farbe, Raster; bei einer eigenständigen Gestaltung ein bis drei Tage. Die Umsetzung ist der größte Posten und skaliert mit der Zahl unterschiedlicher Seitenvorlagen, nicht mit der Zahl der Unterseiten.

Der vierte Posten ist der, den fast alle unterschätzen: Inhalt. Wer eigene Texte und Fotos liefert, verkürzt ein Projekt um ein bis zwei Wochen. Wer keine hat, zahlt sie in Zeit oder in Geld. In meinen Angeboten steht dieser Posten deshalb getrennt, damit Sie ihn übernehmen können.

Was ist ein fairer Stundensatz?

In Österreich liegt der Stundensatz für IT-Dienstleistungen zwischen 80 und 150 €, für Freelancer bei 50 bis 120 €. Der bemerkenswerte Befund meiner Erhebung: Kein einziger der 24 Kärntner Anbieter nennt einen Stundensatz auf seiner Website. Nicht einer.

Das ist deshalb relevant, weil jeder Zusatzwunsch nach der Übergabe zu diesem Satz abgerechnet wird. Ein Projektpreis ohne bekannten Stundensatz sagt Ihnen also nichts über die Kosten des zweiten Jahres. Fragen Sie danach, bevor Sie unterschreiben, und lassen Sie sich sagen, in welchen Einheiten abgerechnet wird: Viertelstundengenau oder in angefangenen Stunden macht über ein Jahr einen Unterschied von mehreren hundert Euro.

Woran erkennen Sie ein zu billiges Angebot?

An einem Festpreis unter 500 € für eine mehrseitige Website, weil dieser Betrag die reine Arbeitszeit nicht deckt. Bei 80 € Stundensatz sind 500 € gut sechs Stunden. Eine Website mit fünf Seiten, Kontaktformular, Impressum und Datenschutzerklärung ist in sechs Stunden nicht seriös zu bauen, es sei denn, es wird eine Vorlage befüllt und der Rest bleibt Standard.

Damit ist nicht gesagt, dass eine Vorlage grundsätzlich falsch ist. Für einen Ein-Personen-Betrieb, der eine Visitenkarte im Netz braucht, kann das genügen. Falsch wird es, wenn eine Vorlagenseite als individuelle Entwicklung verkauft wird, und daran ändern auch generierte Texte nichts, wie ich in Website vom Entwickler statt nur aus ChatGPT an konkreten Merkmalen zeige.

Wie kommen Sie zu einer belastbaren Zahl?

Indem Sie drei Angebote auf derselben Grundlage einholen: gleiche Seitenzahl, gleiche Funktionen, gleiche Frage nach laufenden Kosten und Stundensatz. Ohne diese gemeinsame Grundlage vergleichen Sie Beträge, die verschiedene Dinge bedeuten.

Wenn Sie wissen wollen, was Ihre bestehende Seite technisch hergibt, bevor Sie irgendwo anfragen: Der Website-Check prüft Ladezeit, Auffindbarkeit und Pflichtangaben von außen und nennt die Punkte, die ein Angebot teurer machen. Er kostet nichts und dauert unter einer Minute.

Eigene Zahlen in diesem Artikel

  • Eigene Markterhebung vom 24. August 2026: 24 Kärntner Anbieterwebsites ausgewertet, 5 davon nennen Preise, 3 waren technisch nicht erreichbar
  • Preiskorridor KMU-Website Kärnten 2.200 bis 4.500 € aus fünf belegten Anbieterangaben
  • Eigene Kalkulation: Landingpage ab 890 €, mehrseitige Firmenwebsite ab 2.400 €, WordPress ab 1.900 €, Online-Shop ab 3.900 €, Betreuung ab 49 € im Monat

Quellen

Weiterlesen

Geschrieben von Raphael Bleier

Einzelunternehmer in Klagenfurt am Wörthersee, GISA-Zahl 40048086. Wie ich arbeite